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Häufige Ursachen von Fußschmerzen

Wie verschiedene Studien aufzeigen, leiden viele Menschen im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger regelmäßig an Schmerzen in den Füßen. Das ist wirklich erschreckend, denn schmerzende Füße schränken die Lebensqualität ein und machen jeden Tag zu einer Qual. Der Weg zum Supermarkt ist zu Fuß nicht mehr möglich und eigentlich entspannte Spaziergänge werden zu quälenden Märschen. Aber was sind die Gründe für Fußschmerzen und woher kommen sie? Wir haben die häufigsten Gründe und Arten von Fußschmerzen für Sie zusammengetragen.

Plantafasciitis

Plantarfasziitis ist eine der häufigsten Ursachen für Fußprobleme und die damit einhergehenden Schmerzen. Es kommt vor allem bei Läufern vor, kann aber auch bei vielen anderen auftreten. Es beschreibt den Zustand einer entzündeten Plantarfaszie. Dies ist ein dickes Gewebeband, das über die Fußsohle verläuft und den Fersenknochen mit den Zehen verbindet.

Ist die Plantarfaszie entzündet, kann dies viele unangenehme Folgen haben. In der Regel treten stechende Schmerzen in der Ferse oder in der Fußsohle auf. Dieser Schmerz ist in der Regel am Morgen am schlimmsten, wenn die ersten Schritte des Tages gegangen werden. Dann ebbt der Schmerz meist mit der Zeit etwas ab. Er kann aber auch entstehen, wenn eine an Plantarfasziitis erkrankte Person z. B. lange laufen oder stehen muss. Zudem tritt der Schmerz häufig nach dem Sport auf, allerdings in der Regel nicht währenddessen. Somit merken betroffene die Belastung des Sports meist erst am nächsten Tag.

Ursache sind oft eine übermäßige Spannung oder Belastung der Plantarfaszie. Dies führt zu kleinen Beschädigungen, die dann dazu führen können, dass sich das Gewebe entzündet. Die daraus entstehenden Schmerzen können, wie bereits erwähnt, sehr unangenehm sein. Die Heilung kann Monate dauern. Die Behandlung erfolgt meist mit einer Kombination aus Medikamenten und Physiotherapie, um den Schmerz zu lindern. In besonders schlimmen Fällen kann sogar eine Operation erforderlich sein.

Hallux Valgus

Ebenfalls häufig kommt der Hallux Valgus vor. Dies sind knöcherne Beulen, die sich an der Innenseite des Fußes auf Höhe des Gelenks des großen Zehs befinden. Aber auch am kleinen Zeh können sich die kleinen Beulen bilden. Hallux Valgus entsteht vor allem bei Frauen, die über lange Zeit bzw. häufig und viel High Heels oder zu enge Schuhe tragen. Aber auch bei Männern kann es zu Schmerzen in den Fußballen kommen, wenn diese z. B. das falsche Schuhwerk tragen. Zudem kann auch eine genetische Vorbelastung dazu führen.

Der Hallux Valgus entsteht, wenn der große Zeh gegen den zweiten Zeh drückt, was eben z. B. durch das Tragen von zu engen Schuhen entsteht, bei denen der große Zeh nicht ausreichend Platz hat. Hierdurch wird das Gelenk des großen Zehs größer und nach außen gedrückt. Auf diese Weise verformt sich mit der Zeit der Fuß, sodass eine Beule an der Innenseite entsteht. Der Hallux Valgus kann sich dann gegen die Innenseite des Schuhs drücken, was zu Reizungen und Schmerzen beim Gehen führen kann. Zudem sieht es auch nicht gut aus, was gerade Frauen besonders belastet. Ist der Hallux Valgus sehr ausgeprägt ist zudem das Tragen von High Heels nicht mehr möglich.

Der Hallux Valgus kann sowohl chirurgisch als auch nicht-chirurgisch behandelt werden. Die meisten Menschen finden Erleichterung, indem sie einfach die Schuhe wechseln und spezielle Schuheinlagen tragen (z. B. Euphoric Feet), die beim Hallux Valgus helfen. Hilft eine konservative Behandlung nicht, kann eine Operation durchgeführt werden und Linderung bringen. Es kann dann aber eine ganze Weile dauern, bis sich der Fuß von der Operation erholt hat.

Tarsaltunnelsyndrom

Der Tarsaltunnel ist die Durchtrittsstelle für Nerven und Gefäße in die Fußsohle. Er liegt hinter dem Innenknöchel. Der Name Tarsaltunnel beschreibt die Lage der Nerveneinengung des Schienbeinnerven. Er wird durch einen Knochenfortsatz am Knöchel und dem Retinaculum flexorum, einem Band, das sich von der Tibia (Schienbein) zum Fersenbein erstreckt, gebildet.

Ist dieser Nerv geschädigt oder wird gereizt, spricht man vom Tarsaltunnelsyndrom. Dies kann z. B. durch einen gleichmäßigen Druck auf den Nerv erfolgen. Die Folge ist in der Regel ein mehr oder weniger starker Schmerz. Dieser tritt meist an der Innenseite des Knöchels oder an der Sohle des Fußes auf. Manchmal ist dieser Schmerz scharf und stechend, manchmal eher brennend. Aber auch andere Begleiterscheinungen wie Taubheit und ein Kribbeln im Fuß können die Folge des Tarsaltunnelsyndroms ein.

Die Symptome beim Tarsaltunnelsyndrom können entweder plötzlich auftreten oder sich mit der Zeit entwickeln. Ursachen können z. B. gutartige knöcherne Auswüchse im Tarsaltunnel, starke Plattfüße, Entzündungen im Rahmen einer Arthritis-Erkrankung, eine Verletzung oder ein Trauma am Knöchel oder auch Diabetes sein. Die Behandlung erfolgt in der Regel durch die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten oder Steroiden zur Linderung der Schmerzen. Liegt ein schwerer Fall vor, kann auch eine Operation erforderlich sein. Hierbei wird der Tunnel geweitet bzw. wieder freigelegt, um den Druck auf den Nerv zu verringern.

Knochensporen

Knochensporne sind kleine Beulen, die sich an den Enden von Knochen bilden können. Sie bilden sich typischerweise an Gelenken wie eben am Fuß, können sich aber auch an jedem Teil des Körpers bilden. Es entstehen dann in der Regel Auswucherungen, ähnlich wie beim Hallux Valgus. Wenn diese Wucherungen gegen andere Knochen reiben oder auf Nerven drücken, kann dies zu Schmerzen und Steifheit führen. In der Regel tritt diese Erkrankung vor allem bei Personen auf, die den ganzen Tag auf den Beinen sind. Die Schmerzen werden in der Regel beim Gehen stärker.

Ursachen für Knochensporen können z. B. eine Verletzung einer Sehne oder eines Gelenks sein. Arthritis verursacht normalerweise ebenfalls diese Form der Verletzungen. Der Körper denkt, dass der Knochen beschädigt ist, so dass er neuen Knochen bildet, um die Verletzung zu “reparieren”. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Schmerzmitteln, Ruhe und Therapie. Sollte dies keinen Erfolg zeigen, ist in der Regel eine Operation notwendig.

Achillessehnenreizung

Eine Reizung der Achillessehne, die das Wadenmuskeln und das Fersenbein verbindet, kann durch eine Überbelastung auftreten. Dies ist z. B. bei Läufern nicht unüblich, die mit hoher Intensität oder langer Dauer große Belastungen auf ihre Füße ausüben. Meist entwickelt sich dann bei der Achillessehnenreizung ein Schmerz auf der Rückseite des Beines, der im Ruhezustand leichter und in der Bewegung (z. B. Laufen, Treppensteigen) schlimmer wird.

Aber auch Senioren sind die eine Achillessehnenreizung anfällig, da die Sehne mit zunehmendem Alter schwächer wird. Die Behandlung erfolgt in aller Regel mit Schmerzmitteln, Physiotherapie und orthopädischen Geräten. Helfen diese nicht, ist eine Operation meist die letzte Lösung.

March 22, 2019

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