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Was sind Plattfüße und was hilft dabei?

Nobody is perfect. Das gilt in der Regel auch für Füße. Viele haben Probleme, z. B. Plattfüße. Aber was bedeutet es überhaupt, wenn man „Plattfüße“ hat? Wir erklären Ihnen, was dies ist, wie sie entstehen und woran sie diese erkennen. Und außerdem schildern wir Ihnen natürlich auch, ob es Mittel dagegen gibt und wenn ja, was Sie gegen Plattfüße machen können.

Was sind Plattfüße?

Der Begriff Plattfuß beschreibt eine Fehlstellung des Fußes. Hierbei sind die Haltestatik und vor allem die Längswölbung des Fußes aufgehoben. Dies hat zur Folge, dass der Fuß stärker als normal (in diesem Fall spricht man von einem Senkfuß) oder komplett auf dem Boden aufliegt. Bei Plattfüßen ist die Form des Fußes dauerhaft verändert. Hierdurch unterscheidet sich diese Erscheinung auch vom Knick-Senkfuß, bei dem sich die deformierte Form bei der Entlastung wieder in eine normale Form zurückbewegt.

Woran erkennen Sie Plattfüße?

Plattfüße zu erkennen ist in der Regel sehr einfach. Das Fußgewölbe ist durchgetreten, sodass der Fuß mehr oder weniger komplett auf dem Boden aufliegt. In der Regel verursachen Plattfüße aber keine Schmerzen, kommen zudem sehr häufig vor. Besonders einfach ist dies zu erkennen, wenn Sie den Fuß flach auf den Boden stellen. Steht innen an den Füßen das Fußgewölbe nicht vom Boden ab, dann leiden Sie unter Plattfüßen. Unterteilt werden Plattfüße in verschiedene Schweregrade von 1 bis 5. Die Einteilung nimmt in der Regel ein Arzt vor.

Formen des Plattfußes

Ursachen für Plattfüße gibt es generell verschiedene. Eine Möglichkeit ist der angeborene Plattfuß. Diese Fußfehlstellung wird auch Tintenlöscherfuß oder Schaukelfuß genannt. In diesem Fall sind die Plattfüße bereits von Geburt an da. Werden sie nicht behandelt, kann es mit der Zeit zu Beeinträchtigungen und Beschwerden bei der Gehbewegung kommen. Dem gegenüber steht der erworbene Plattfuß. Dieser wird natürlich nicht käuflich erworben, sondern entsteht durch unterschiedliche Einflüsse und Möglichkeiten. In diesem Fall bilden sich die Plattfüße also erst im Laufe des Lebens. In diesem Fall bleiben sie oft unbehandelt, was aber auch von der Stärke der Ausprägung abhängt. Der erworbene Plattfuß geht in der Regel mit einer als Knickfuß bezeichneten Knickstellung des Fußes einher. Hierbei erscheint die Ferse am Knöchel nach außen abgeknickt. Der normale Gang ist aber in der Regel nicht beeinträchtigt.

Bei Kindern kann es zudem noch zu dem sogenannten kindlichen Plattfuß bzw. dem Knick-Senkfuß kommen. Dieser entsteht, da das Skelett noch nicht vollständig ausgebildet und entwickelt ist und ist ein normales Erscheinungsbild. In der Regel bildet sich diese Form der Plattfüße von alleine zurück. Allerdings kann er auch in einen erworbenen Plattfuß übergehen. Von daher sollte dies auf jeden Fall von einem Arzt beobachtet werden.

Ursachen für Plattfüße

Die Ursachen für Plattfüße können entsprechend der verschiedenen Formen, die wir Ihnen weiter oben bereits geschildert haben, unterschiedlich sein. Der angeborene Plattfuß tritt zum Teil familiär gehäuft vor, sodass hier erbliche Ursachen infrage kommen. Außerdem geht diese Fehlstellung des Fußes oft mit anderen erblich bedingten bzw. von Geburt an vorhandenen Fehlbildungen einher. Hierzu zählen z. B. ein offener Rücken (Spina bifida) oder eine Missbildung des Skeletts (z. B. Hüftverrenkungen oder ein Klumpfuß bei dem jeweils anderen Fuß).

Handelt es sich um erworbene Plattfüße, ist oft eine Überlastung des Halteapparates des Fußes die Ursache. Dies kann z. B. noch durch eine angeborene Bindegewebeschwäche verstärkt werden. In diesem Fall sind die Muskeln und Bänder, die dafür zuständig sind, das Längsgewölbe des Fußes zu halten, nicht stark genug. Die Folge ist, dass das Fußskelett der Last des Körpers nachgibt. Oft geht dies einher mit einem Übergewicht.

Aber es kann auch noch viele weitere Gründe für erworbene Plattfüße geben. So können falsche Schuhe mitverantwortlich sein, z. B. wenn die Bewegungsfreiheit für Zehen und Fuß im Schuh nicht ausreichend sind. Außerdem halten Schuhe Reize vom Fuß fern, die sonst die Muskulatur aktivieren und trainieren und damit stärken. Weitere Ursachen können eine Arthrose im Fußgelenk, Arthritis oder auch Verletzungen durch Sport oder einen Unfall sein. Bei älteren Personen entstehen Plattfüße zudem oft ebenfalls mit der Zeit durch eine krankhaft veränderte Unterschenkelsehne. Diese bildet sich durch eine lebenslang mechanische Belastung in diesem Fall mit der Zeit zurück, was ebenfalls Plattfüße begünstigt.

Plattfüße behandeln

“Leiden“ Sie unter Plattfüßen und möchten gerne etwas dagegen tun? Generell gilt, dass ein Plattfuß nicht behandelt werden muss, solange Sie keinerlei Probleme und Beschwerden durch ihn haben. Sollte es aber zu Schmerzen oder anderen Einschränkungen kommen, ist eine Therapie sinnvoll. Bei dieser werden verschiedene Übungen in Form von Krankengymnastik durchgeführt. Deren Ziel ist es, die Unterschenkel- und Fußmuskulatur zu stärken. Hierdurch kann die Ursache von Plattfüßen gemindert werden, wenn diese aufgrund einer nicht ausreichend ausgeprägten Muskulatur liegt.

Eine weitere Möglichkeit, um einen Plattfuß zu behandeln, ist das Tragen spezieller Einlagen für Plattfüße. Diese haben eine besondere Form und stützen den Fuß besser als es normale Einlagen wie die von uns empfohlenen Euphoric Feet zu leisten im Stande sind. Ist der Plattfuß besonders ausgeprägt, kann sogar eine spezielle Schuhanfertigung notwendig sein, die ebenfalls das Ziel hat, den Fuß bestmöglich zu stützen.

Alternativ oder wenn die konservativen Behandlungsformen nicht ansprechen, kann auch eine Operation einen erworbenen Plattfuß mindern oder beseitigen. Dies kann z. B. bei einer Arthrose der Fall sein. In diesem Fall ist es das Ziel des operativen Eingriffs, das untere Sprunggelenk zu entlasten (subtalare Arthrodese). Ist hingegen eine andere Erkrankung wie z. B. Arthritis die Ursache für einen Plattfuß, sollte diese Grunderkrankung behandelt werden. Ist z. B. die Tibialis-Sehne entzündet, werden örtlich entzündungshemmende Salben oder ähnliche Medikamente verschrieben und eingesetzt.

Ein angeborener Plattfuß sollte hingegen so schnell wie möglich operativ entfernt werden. Denn bleibt ein angeborener Plattfuß zunächst unbehandelt, kann später eine langwierige Nachbehandlung nach sich ziehen. Dann kommen häufig ein Gipsverband, Nachlagerungsschalen, Innenschuhe oder Einlagen zum Einsatz. Sollte zum Ende des Wachstums immer noch eine Fehlstellung vorhanden sein, ist eine weitere Operation möglich, um dies zu korrigieren. Hierbei werden im Rahmen einer Arthrodese bestimmte Fußbereiche versteift.

March 22, 2019

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